PLINQUE MURAU

Der Kunstverein Murau lädt herzlich zur Eröffnung einer 
Ausstellung des Wiener KünstlerInnenkollektivs Plinque.  

Eröffnung | Samstag, 5. Juni 2010, 15 Uhr 

Mit Arbeiten von 
Markus Hanakam & Roswitha Schuller 
Claudia Larcher 
Liddy Scheffknecht 
Armin B. Wagner 

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Ausstellungsdauer | 6. Juni - 30. Juli 2010 
Mittwoch - Sonntag 11 - 22 Uhr 
und nach telefonischer Vereinbarung unter 06507766316 
www.muraukultur.org 
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Zur Ausstellungseröffnung wird Speis & Trank angeboten. 
Zu Musik & Schnaps seid ihr herzlich eingeladen!

 

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SHUTTLESERVICE ZUR ERÖFFNUNG

Ein Shuttlebus Wien-Murau-Wien wird am Samstag, 5. Juni, zur Verfügung gestellt. Wir bitten um verbindliche Anmeldung für den Bus bis 29. Mai und Angabe einer Rufnummer, unter der ihr für den Fahrer erreichbar seid (im Falle von Verspätungen, etc.).

Abfahrt des Shuttlebusses in Wien: 13.00, Oper Wien
Abfahrt des Shuttlebusses in St. Egidi: 20.00, Wedamschlössl

 

ANMELDUNG UNTER MAIL@PLINQUE.INFO // BIS 31. MAI

 

Der Shuttlebus wird ab 10 Anmeldungen zur Verfügung gestellt.
Filmprogramm von Plinque Vert International während der Busfahrt.



 









AG Zeitgemäßer Kunst und Kultur
Vernissage & Performance 11. 12. 2008 Beginn: 19:00 Wedamschlössl / St.Egidi 78 / Lassnitz bei Murau
Die Heimwehtropfen......Auf dem Holzweg
  Aktionsgemeinschaft Zeitgemäßer Kunst & Kultur  
 

VERLÄNGERT BIS 26. OKTOBER 2008

 
 
 
 
warum so wenig
Anna Kolodziejska, Nicolas Jasmin, Herbert Hinteregger

Aktionsgemeinschaft zeitgemäßer Kunst und Kultur
Wedamschlössl St. Egidi Murau
Eröffnung: 12. Juli 2008
Ausstellungsdauer: 17. Juli bis 26. September 2008, Do – So 16:00 – 20:00

Die Ausstellung der drei KünstlerInnen Herbert Hinteregger, Nicolas Jasmin und Anna Kolodziejska hinterfragt in minimaler Geste die Konstituiertheit von Raum und seine Auswirkungen auf soziale Vorgänge. Welche Erwartungshaltungen können an Räume gestellt werden und wie verhandeln KünstlerInnen die Koordinaten räumlicher Gegebenheiten, die nicht dem privaten, da Ausstellungsraum, angehören, mit unterschiedlichen medialen Mitteln?
Während Herbert Hinteregger und Anna Kolodziejska den Eingriff, die Intervention mit skulpturalen Gegenständen forcieren, setzt Nicolas Jasmin in seinen Videoarbeiten auf eine aufwendige Schnitttechnik, die die Einzelbilder und Filmszenen im Loop kippen lässt und dadurch neue Bedeutungsebenen eröffnet.
Der Titel „warum so wenig“ könnte einerseits als Frage gelesen werden, die sich auf die Präsenz bzw. Absenz des vorhandenen Bild- und Objektmaterials in der Ausstellung bezieht; durch das Fehlen eines Fragezeichens könnte es sich hier aber genauso um das Fragment eines Satzes handeln, das Teile aus dem Gesamtbedeutungszusammenhang reißt. Der künstlerische Ansatz in der Ausstellung rekurriert auf ein Vokabular, das die Modernismus- und Minimalismusdebatte des vorigen Jahrhunderts weiterführt und in ein gegenwärtiges Raumdisplay übersetzt.
Herbert Hintereggers spezifischer Interaktionsansatz bezieht sich auf die Anordnung leerer, blauer Bic Kugelschreiber im Raum, so dass der Raum dahinter oder davor bildlich verschwindet und sich ein blaues Strichsystem bzw. – muster ergibt, das auch die Präsenz der Kugelschreiber selbst in den Hintergrund rückt. Durch das Verschwinden von Raum und Objekt bleibt lediglich eine Skizze oder Raumzeichnung übrig, die Blickachsen und architektonische Formen aufgreift und eine Verwandlung des ursprünglich Sichtbaren hervorruft.
Nicolas Jasmins Videoarbeiten evozieren durch eine ephemere Bildsprache das Unterbewusste in Film- und Standbildszenen, das durch ständige Wiederholung in seiner Bedeutung überhöht wird und Zwischenstufen menschlicher Existenz als filmisches Abbild hervorruft. Sound- und Bildschnitt führen zu Momenten des Unheimlichen, das in Anlehnung an Freud verdrängte Aspekte der Realität hervorkehrt und diese übernatürlich erscheinen lässt. In jüngster Zeit verwendet Jasmin vor allem Stills von urbanen Szenerien, die er als Momente des Unheimlichen gekonnt in die Bildabfolge einfügt. Die Reduktion des Bildnerischen erzeugt dadurch einen Mehrwert an Bedeutung, der den Ausstellungstitel auch als begründende Antwort lesen lässt.
Anna Kolodziejska arbeitet mit Elementen, die an das Vokabular von Inneneinrichtungsgegenständen angelehnt sind und neue geometrische Achsen in althergebrachte Raumkonstellationen einfügen. Dekonstruierte Wand- und Bodenobjekte werden so platziert, dass sich Schrägen und Raumumkehrungen ergeben, die mit traditionellen Blickregimen brechen. Kolodziejska genügt dabei oftmals schon ein einzelnes Objekt, dessen Ausrichtung im Raum neue Koordinatenpunkte erstellt.
Die Verbindung der drei künstlerischen Positionen ergibt ein Raumgefüge, das Möglichkeiten zu einer Erweiterung desselben bietet und mit minimalem Einsatz ein Mehr an Bedeutung generiert. Die ausgestellten Arbeiten ergeben in der durch den Titel zusammengefügten Klammer gleichzeitig ein Frage- und Antwortspiel an Bedeutung, das sich in den visuellen Ausführungen begründet liegt. Welche Dimensionen die Arbeiten im Raum selbst einnehmen, hängt nicht so sehr von ihrem Volumen ab als von der Eingliederung in Verhältnismäßigkeiten der Produktion, die im Gesamtdisplay sichtbar und unsichtbar zugleich gemacht werden können.

Text: Walter Seidl

 
 
 
     
 
 
 
 


 

 
 


Kontakt: info@muraukultur.org